Der Vertrag von Rarotonga erklärt den Südpazifik zu einer atomwaffenfreien Zone. Er wurde am 6. August 1985 verabschiedet und trat am 11. Dezember 1986 in Kraft – er sorgt also bereits seit 40 Jahren für mehr Sicherheit in der Region! Anlass zur Vertragsschließung waren besonders die Erfahrungen mit amerikanischen und britischen Atomtests in der Region sowie die zu diesem Zeitpunkt noch andauernden Tests durch Frankreich. Auch die begründete Angst vor einer radioaktiven Kontamination der Meere spielte eine Rolle.
Durch den Vertrag werden auf regionaler Ebene die Pflichten unter dem Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (engl. Nuclear Non-Proliferation Treaty, NPT) verstärkt. Die Vertragsstaaten dürfen weder Kernwaffen herstellen, noch sie besitzen, erwerben oder kontrollieren. Auch nukleare Explosionen und die Entsorgung radioaktiven Abfalls im Meer sind verboten.
Quellen: Nuclear Threat Initiative; United Nations Platform for Nuclear-Weapon-Free Zones