Der Vertrag von Tlatelolco etabliert die erste atomwaffenfreie Zone der Welt in Lateinamerika und der Karibik. Auch weite Teile des pazifischen und atlantischen Ozeans werden von ihm umfasst. Er wurde am 14. Februar 1967 verabschiedet und trat am 25. April 1969 in Kraft. Am 23. Oktober 2002 trat auch Kuba dem Abkommen bei – somit sind alle 33 Staaten der Region Mitglied.
Als erster Vertrag seiner Art diente er als Vorbild für alle später verabschiedeten Verträge über atomwaffenfreie Zonen. Unter anderem verbietet er die Herstellung, den Erwerb, die Lagerung, den Besitz, die Bereitstellung, sowie das Testen und den Einsatz von Atomwaffen. Die Einhaltung des Vertrags wird über sogenannte “Safeguards Agreements” mit der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO und die eigens durch den Vertrag etablierte Organisation für das Verbot von Atomwaffen in Lateinamerika und der Karibik (OPANAL) sichergestellt.