Zeitzeugenbericht Hiroshima: 3. Juni in Berlin

Veröffentlicht am 20. Mai 2015

70 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Zeit für ein Atomwaffenverbot?

Fachgespräch in der Heinrich-Böll-Stiftung am 3.Juni um 20:00 Uhr

Hier das Video online.

Zeitzeugenbericht des Hiroshima-Überlebenden Soh Horie und Paneldiskussion zum Abschluss der UN-Verhandlungen zum Atomwaffensperrvertrag in New York

2015 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal. Diese Ereignisse haben sich tief in das Bewusstsein der Menschheit eingeprägt und sind zugleich Mahnung, die Welt von der Geißel eines Atomkrieges zu befreien. Ebenfalls in diesem Jahr fand in New York die neunte Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages statt, der seit 1968 einen bedeutenden Beitrag dazu leistet, die weitere Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern.

Weil es aber bisher nicht gelungen ist, die nukleare Abrüstung substantiell voranzutreiben und eine atomwaffenfreie Welt in weiter Ferne liegt, fordern immer mehr Staaten ein Verbot von Atomwaffen und unterstützen die so genannte „Humanitäre Initiative“. Mit Blick auf die katastrophalen humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes wollen sie eine völkerrechtliche Lücke schließen und die grausamste Massenvernichtungswaffe ächten.

Mit dem Zeitzeugenbericht von Soh Horie, Opfer des Atombombenabwurfes von Hiroshima im August 1945 stellen die Veranstalter die humanitären Folgen von Atomwaffen in den Mittelpunkt und binden sie in die politische Diskussion ein. Soh Horie hat im Alter von vier Jahren die Bombardierung Hiroshimas überlebt und sich bereit erklärt, seine Erinnerungen an die Katastrophe und deren Auswirkungen auf sein Leben und seine Heimatstadt mit uns zu teilen. Seit 2004 engagiert er sich im World Friendship Center für den internationalen Austausch im Programm der Hibakusha Zeitzeugenberichte.

In der anschließenden Paneldiskussion analysieren die geladenen Expert_innen aus Politik und Wissenschaft, welche Rolle das humanitäre Argument schlussendlich während der Verhandlungen in New York gespielt hat und wie es mit der Forderung nach einem Atomwaffenverbot weiter gehen kann und sollte.

Testimonial / Zeitzeugenbericht
Soh Horie, „Hibakusha“ (Überlebender) des Atombombenabwurfes auf Hiroshima

Diskussion mit:

  • Susanne Baumann, Stellvertretende Beauftragte der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle
  • Agnieszka Brugger, Sicherheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
  • Martin Hinrichs, Vorstandsmitglied der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in Deutschland

Moderation:
Ulrich Kühn, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH)

Sprache: Deutsch/Japanisch mit Simultanübersetzung

Information:
Stephanie Mendes Candido, Referat Außen- und Sicherheitspolitik
Email: mendes-candido@boell.de, Telefon: +49 (0)30 – 285 34 390



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