Letztes Wochenende, vom 8. bis 10. Mai kamen Aktive, der Vorstand und das Büro wieder im Naturfreundehaus in Hannover für das ICAMP zusammen. Das ICAMP bietet die Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen, sich über vergangene Arbeit auszutauschen und neue Ideen für die Zukunft zu konkretisieren.

Janina war auch dieses Mal für kreative Aktivitäten zuständig, um uns besser kennenzulernen oder um zwischen den Inputs und Workshops wieder neue Energie zu geben. Unter anderem brachte sie uns dazu aus unserer Komfortzone zu treten. Dabei entstand unter anderem eine Rap-Performanz von Timmy dem Wal, der seinen letzten Wunsch äußerte: die Abschaffung von Nuklearwaffen.

Auch blickten wir auf die vergangenen Entwicklungen seit dem letzten ICAMP im Oktober 2025 zurück: Aicha und Janina berichteten von der UN-Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag in New York, Hubi von Erfolgen rund um den Städteappel und Seba von der Arbeit im Büro.
Gemeinsam sammelten wir aktuelle Entwicklungen zu Atomwaffen: Wer hat über die Effekte von Kernwaffen berichtet und in welchem Zusammenhang? Waren Kernwaffen Thema in Bundestagsdebatten? Welche Modernisierungsbemühungen wurden angekündigt oder durchgesetzt?

Nach der Mittagspause bekamen wir einen externen Argumentationsworkshop von Franziska Stärk vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH). Besonders war dieser, da Franziskas Forschungsschwerpunkte in der Nuklearethik und intergenerationaler Gerechtigkeit liegen. Wir sammelten die geläufigen Argumente für die Notwendigkeit von Kernwaffen und erarbeiteten Gegenargumente. Was wir vor allem aus diesem Slot mitnehmen, ist das ethische Argumente – unter anderem der Ungerechtigkeit zwischen Nuklear und Nicht-Nuklearstaaten sowie der intergenerationalen Ungerechtigkeit des Nuklearerbes, das an zukünftige Generationen weitergegeben wird – mindestens genauso valide sind wie die sicherheitspolitischen, scheinbar rationalen Argumente, die wir oft von Politiker:innen und Sicherheitsexpert:innen hören. Wir bedanken uns herzlich bei Franziska für ihren Beitrag!

Unserer Kreativität konnten wir freien Lauf in dem Workshop von Aicha und Paula lassen. Wir bastelten Collagen, in denen wir auf künstlerische Weise der Unsinnigkeit und Gewalt, die von Kernwaffen ausgehen, Ausdruck verliehen. Ihr könnt euch schon mal auf den geplanten ICAN-Kalender 2027 freuen!

Nach dem Abendessen haben wir dann Hannover unsicher gemacht. Wir sind in eine Bar gegangen und haben mit Getränken und Snacks den Tag Revue passieren lassen.
Nachdem wir uns Sonntag verabschiedeten, blicken wir zurück auf ein schönes Wochenende, gefüllt mit verbindenden Erinnerungen und konkreten Zielen und Projekten. Wir sind gespannt auf die nächste Zeit. Bleibt dran!
Euer ICAN-Team
