Uni-Aktionstag gegen Atomwaffen, 1. Dezember 2014

Veröffentlicht am 11. November 2014

Weltweit existieren über 16.000 Atombomben – die Detonation einer oder sogar mehrerer dieser Bomben hätte katastrophale humanitäre Auswirkungen und würde lokales und globales menschliches Leiden von unvorstellbarem Ausmaß nach sich ziehen.

Wir sind die erste Generation, die die Vision einer Welt ohne Atomwaffen tatsächlich realisieren kann!!

Anfang Dezember findet in Wien eine internationale Staatenkonferenz zu dem Thema statt – und Deutschland als wichtiger Akteur ist weiterhin zurückhaltend.

Um den notwendigen gesellschaftlichen Druck zu generieren, bedarf es Eurer Mithilfe!

 

Worum geht’s?

An einem deutschlandweiten Aktionstag an ausgewählten Universitäten möchten wir mit Euch zusammen interessierte StudentenInnen für das Thema der nuklearen Abrüstung sensibilisieren und deutlich machen, dass ein Verbot von Atomwaffen zum ersten Mal in der Geschichte in greifbarer Nähe ist.

Ziel ist sowohl, die Bundesregierung im Vorfeld der Wiener Konferenz durch eine Postkartenaktion zum Handeln zu bewegen, als auch einen Pool an interessierten, engagierten jungen Leuten zu schaffen, die dazu beitragen wollen, dass diese menschenverachtende Waffengattung endlich verboten und anschließend abgeschafft wird.

 

Hintergrund

Nach Jahrzehnten der Blockade und keinerlei nennenswerten Abrüstungsfortschritten bietet eine neue internationale Kampagne nun erstmals eine echte Chance, Atomwaffen zu verbieten. Grundlage ist eine Verschiebung des Diskurses: Weg vom Kalten-Krieg-Denken angeblicher „nuklearer Abschreckung“ – hin zu einem Fokus auf die katastrophalen humanitären Auswirkungen, die eine Detonation von Atomwaffen sowohl lokal als auch global hätte.

Nach zwei internationalen Konferenzen 2013 in Oslo und Anfang 2014 in Mexiko haben sich mittlerweile über 150 Staaten zur neuen Initiative bekannt. Ziel von ICAN ist, nach dem Vorbild vorheriger Verbotskampagnen zu Anti-Personen-Minen und Streumunition, eine internationale Ächtung mittels völkerrechtlicher Verträge zu erreichen. Somit würde massiver Druck auf Atomwaffenstaaten und deren blockierte Abrüstungsforen aufgebaut, endlich ihre Arsenale zu vernichten.

 

bombsDer Aktionstag

Eine deutsche Delegation reist am 8. Dezember zur Staatenkonferenz nach Wien – und sie soll am 1. Dezember einen Merkzettel in Form vieler Atombomben-Postkarten mit auf den Weg bekommen.

Wir möchten gerne mit Eurer Zusammenarbeit am 1. Dezember deutschlandweit mittels Universitäts-Aktionsständen interessierte Studierende über die aktuelle Initiative zu humanitären Auswirkungen von Atomwaffen und der einhergehenden realen Chance, diese Waffen tatsächlich abzuschaffen, informieren.

In diesem Rahmen können ICAN-Atombomben-Postkarten (um)gestaltet werden, die dann dem Auswärtigen Amt zukommen. Diese Postkarten, ebenso wie umfassende Infomaterialien zu den humanitären Auswirkungen von Kernwaffen, sowieso der zugehörigen internationalen Kampagne, stellen wir euch natürlich zur Verfügung! Wie Ihr den Aktionstag gestalten möchtet, zum Beispiel eingebettet in Glühweinausgabe (welche(r) StudentIn liebt nicht Glühwein) und „Atomwaffeln backen“ (aus normalen Waffeln lassen sich leicht Nuklearsymbole kreieren), unterliegt freilich Eurer kreativen Gestaltungsfreiheit – wir unterstützen gerne mit Rat und Infos.

Mit Eurer Hilfe soll Deutschland so zu einer progressiven Position bewegt und gleichzeitig junge Leute für zukünftige Kampagnen gewonnen werden, um dem greifbaren Ziel einer atomwaffenfreien Welt näher zu kommen.

 

Ihr seid interessiert?

Dann meldet euch! Das ist unsere Chance, Atomwaffen tatsächlich abzuschaffen!

Maria Lohbeck: maria@ican.berlin  / / Micha Hummes: micha@ican.berlin

Hintergrundinfos:https://www.icanw.de/fakten/auswirkungen-und-konsequenzen/

 

 



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