Veranstaltungstipp: Film&Talk zu Tschernobyl&Fukushima
Film&Talk About Nukes
Untold Stories.Unseen Cinema
Unvergessen: die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima
Vor 40 Jahren, am 26.4.1986, kam es zum Reaktorunfall in Tschernobyl; Fukushima folgte am 11.3.2011. Die beiden Nuklearkatastrophen waren mit großen menschlichen Opfern und enormen Umweltschäden verbunden. Sie zeigen, dass die Nukleartechnik letztlich nicht beherrschbar und – schon allein wegen der Endlagerproblematik – kein akzeptabler Weg der Energiegewinnung ist (auch wenn er sich heute scheinbar wieder „en vogue“ darstellt). Die ganze „friedliche Nutzung“ der Kernenergie ist ein Trugschluss und eine Sackgasse – sie gibt es allein wegen der Bombe.
Zwei kurze Dokumentarfilme verdeutlichen das jeweilige Ausmaß der Katastrophen:
Filmprogramm:
1) „Tschernobyl – Die übersehenen Kämpfer“, Frankreich/Deutschland/Ukraine, 2022, Regie: Emi Dietrich, Dokumentarfilm, Russisch/Ukrainisch, deutsche Untertitel, 25 min.
Während Politiker erneut über den Ausbau der Kernenergie nachdenken, werden deren Gefahren oft vergessen oder sogar verschwiegen. Liquidatoren aus Borodjanka,Charkiw und Iwankiv berichten von ihren gefährlichen Einsätzen während der Tschernobyl-Katastrophe. Sie sprechen über die Folgen der Strahlung, ihre heutige Situation und ihre Ansichten zur Kernenergie.
2) „Nuklearkatastrophe von Fukushima – 15 Jahre danach – Bericht vor Ort“, Videobericht von Takeshi Yamakawa, Japan, 2026, Japanisch, deutsche Untertitel, 9 min.
Takeshi Yamakawa, Journalist der Tageszeitung „Tokyo Shinbun“, berichtet seit dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima über die Lage vor Ort und die radioaktive Kontamination in der Gegend. Nun hat er zum 15. Jahrestag von Fukushima einen kurzen Videobericht veröffentlicht, in dem man hautnah sehen kann, was es heißt, das Atomkraftwerk mit mehreren Reaktoren, in deren Trümmern hochradioaktive verschmolzene Brennelemente liegen, aufzuräumen und rückzubauen. Die Nuklearkatastrophe ist noch lange nicht vorbei, und die Gefahren lauern überall.
Es folgen Filmgespräch und Diskussion mit Regisseurin Emi Dietrich und Yu Kajikawa von Sayonara Nukes Berlin, moderiert von Prof. Manfred Mohr (IALANA/ICBUW). Hier wird es unter anderem um die Frage gehen, wie den Opfern der Katastrophen – „Nuklearopfern“ – geholfen werden und man zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Atomwahnsinn heutzutage zum Tragen bringen kann.
Die Veranstaltung am Sonntag, den 26.4.26, 18 Uhr, setzt die am 25.1. begonnene Reihe:
Unseen Cinema. Untold Stories fort – gewidmet der Umweltzerstörung durch Krieg, durch Atom- und Urantechnik und dem Widerstand dagegen.
Präsentiert von IUFF Berlin, ICBUW, Sayonara Nukes Berlin und dem Lichtblick-Kino Berlin (Kastanienallee 77, 10435 Berlin)
Mehr Infos und Tickets unter: https://lichtblick-kino.org/
https://maps.app.goo.gl/Q3NPRkHbtU7iTJQ88?g_st=aw
Kontakt:
IUFF Berlin, Jutta Wunderlich, uraniumfilmfestivalberlin@gmx.de
ICBUW, Prof. Manfred Mohr, info@icbuw.eu
Lichtblick-Kino, Elisa Rosi, presse@lichtblick-kino.org