Foto: Stadt Mainz
Foto: Stadt Mainz

ICAN-Städteappell

#ICANSave meine Stadt

Zahlreiche Städte in Deutschland und aller Welt haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen. Ist Ihre Stadt die nächste?

International ruft ICAN Städte dazu auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Große Städte in Nordamerika, Europa und Australien haben den Appell schon unterzeichnet, der wie folgt lautet:

“Unsere Stadt/unsere Gemeinde ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung zu deren Beitritt auf.“

Warum sollten sich Städte dem Appell anschließen?

Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für Städte dar. Sie sind im Ernstfall die primären Ziele eines atomaren Angriffs. Damit sind Städte direkt betroffen und sollten sich deshalb in die Diskussion zu dieser Frage einmischen. Atomwaffen sind konzipiert, um Menschen und Infrastruktur gigantischen Schaden zuzufügen. Die sogenannte nukleare Abschreckung basiert auf der Drohung, die wichtigsten Orte eines Landes anzugreifen.

Alle Atomwaffenstaaten und ihre Bündnispartner nehmen diese Bedrohung im Kauf und sehen den Einsatz mit Atomwaffen als legitime Verteidigungsstrategie. Damit setzen diese Staaten ihre Bürger und Bürgerinnen der Vernichtungsgefahr aus. Immer wieder sind wir in der Vergangenheit an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt. Städte tragen eine besondere Verantwortung für den Schutz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie sich gegen Atomwaffen aussprechen.

Das Engagement von Städten ist wichtig, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese auf den Willen der Bevölkerung achtet. Wenn Städte die Regierung dazu auffordern, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten, ist dies eine spürbare Mahnung, dass die hier in Deutschland lebende Menschen Massenvernichtungswaffen ablehnen. Die Bundesregierung ignoriert diese Sicht bisher.

Ein neues Bündnis von Städten weltweit stärkt die Stimmen der Menschen überall und setzt alle Regierungen dieser Welt unter Druck, jegliche Beteiligung an der atomaren Abschreckung und jegliche Verstrickung in Atombombengeschäften zu unterlassen.

Was kann ich tun?

Sie können die Mitglieder des Stadtrates oder des Senats Ihrer Stadt auffordern, sich dem Appell anzuschließen. In jeder Stadt sieht der Weg anders aus, also muss man sich zunächst fragen, wie das genau geht, beispielsweise durch eine Fraktion oder einen Ausschuss.

Wenn Sie nicht so viel Zeit haben, können Sie uns auch bei dieser Aktion helfen, indem Sie einfach auf Facebook, Twitter oder Instagram ein Foto eines Ortes in Ihrer Stadt, den Sie lieben, posten. Schreiben Sie dazu #ICANSave und dahinter den Namen Ihrer Stadt.

Wenn sich Ihre Stadt dem Appell anschließen will, schicken Sie eine Mail an uns mit dem Beschluss des Stadtrats oder Senats und wir nehmen sie in unserer Liste auf.

Städte in Deutschland, die den Appell unterzeichnet haben:
  1. Mainz, unterzeichnet durch den Oberbürgermeister Michael Ebling, 2. Februar 2019
  2. Wiesbaden, Beschlossen vom Magistrat, 20. Februar 2019
  3. Marburg, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 22. Februar 2019
  4. Köln, unterzeichnet durch die Oberbürgermeisterin Henriette Reker, 5. März 2019
  5. Potsdam, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, unterzeichnet durch den Oberbürgermeister Mike Schubert, 6. März 2019
  6. München, unterzeichnet durch Oberbürgermeister Dieter Reiter, 12.März 2019
  7. Göttingen, Ratsbeschluss, 15. März 2019; vom OB Rolf-Georg Köhler unterzeichnet, 23. Juli 2019
  8. Reinheim, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 22. März 2019
  9. Dortmund, Stadtratsbeschluss vom 28. März 2019
  10. Bremen, Senatsbeschluss, unterzeichnet durch den  Bürgermeister Carsten Sieling, 2. April 2019
  11. Schwerin, Beschluss der Stadtvertretung, 08. April 2019
  12. Herne, Ratsbeschluss, 9. April 2019
  13. Mörfelden-Walldorf, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 9. April 2019
  14. Düsseldorf, Ratsbeschluss, 11. April 2019
  15. Kaiserslautern, Ratsbeschluss, 15. April 2019
  16. Naumburg, Gemeinderatsbeschluss, 17. April 2019
  17. Ilmenau, Stadtratsbeschluss, 25. April 2019
  18. Schwalbach, Magistratsbeschluss, 29. April 2019
  19. Freiburg, unterzeichnet durch Oberbürgermeister Horn, 30. April 2019
  20. Tübingen, Gemeinderatsbeschluss, 2. Mai 2019
  21. Hannover, Ratsbeschluss am 25. April, Unterzeichung durch Bürgermeister Hermann am 9. Mai 2019
  22. Berlin, Beschluss des Abgeordnetenhauses am 9. Mai 2019
  23. Kiel, Stadtratsbeschluss vom 16. Mai 2019
  24. Essen, unterschrieben vom Oberbürgermeister Thomas Kufen am 16. Mai 2019
  25. Flensburg, Ratsbeschluss am 16. Mai 2019
  26. Kassel, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 20. Mai 2019
  27. Nürnberg, Ratsbeschluss, 22. Mai 2019
  28. Fürth, Stadtratsbeschluss, 22. Mai 2019
  29. Erlangen, Stadtratsbeschluss,  29. Mai 2019
  30. Maintal, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 11. Juni 2019
  31. Hanau, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 17. Juni 2019
  32. Siegen, Ratsbeschluss, 19. Juni 2019
  33. Aschaffenburg, Stadtratsbeschluss, 24. Juni 2019
  34. Braunschweig, Stadtratsbeschluss, 25. Juni 2019
  35. St. Ingbert, Stadtratsbeschluss, 11. Juli 2019
  36. Lindau, Stadtratsbeschluss, 16. Juli 2019
  37. Hilchenbach, Stadtratsbeschluss, 26. Juni 2019
  38. Marbach, vom Bürgermeister Trost unterzeichnet, 02. Juli 2019
  39. Düren, Stadtratsbeschluss, 03. Juli 2019
  40. Krefeld, Stadtratsbeschluss, 04. Juli 2019
  41. Solingen, Stadtratsbeschluss, 04. Juli 2019
  42. Neustadt/Aisch, Stadtratsbeschluss, 05. Juli 2019
  43. Kreisstadt Groß Gerau, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 03. Juli 2019
  44. Wuppertal, Stadtratsbeschluss, 08. Juli 2019
  45. Trier, unterschrieben vom Oberbürgermeister Wolfram Leibe, 09. Juli 2019
  46. Bochum, Stadtratsbeschluss, 11. Juli 2019
  47. Altena, vom Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein unterschrieben, 09. August 2019
  48. Bad Kreuznach, Stadtratsbeschluss, 09. September 2019
Landkreise
  1. Werra-Meißner-Kreis, Kreistagsbeschluss, 20. Mai 2019
  2. Kreis Groß-Gerau, unterschrieben vom Landrat Thomas Will, 08. Juli 2019

Die durch Stadtverordnete, Oberbürgermeister*innen, Magistrate, Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage und Abgeordnetenhäuser vertretene Bevölkerung repräsentiert derzeit 17% der Gesamtbevölkerung Deutschlands.