Atomwaffenverbotsvertrag zieht weitere Unterzeichner an

Der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (TPNW), welcher seit September 2017 zur Unterzeichnung vorliegt, zieht weiterhin neue Staaten an. Der Vertrag wurde von bereits 122 Staaten mit breiter Zustimmung von Seiten der UN-Generalversammlung unterzeichnet.

Mit Palästina am 22. März und Venezuela am 27. März 2018 haben inzwischen sieben Staaten das Atomwaffenverbot ratifiziert. Auch die einstimmigen Voten der Parlamente Costa Ricas und Österreichs am 15. und 21. März zugunsten eines Atomwaffenverbots lassen baldige Ratifizierungen des bereits unterzeichneten Vertrages erwarten.

ICAN freut sich sehr über die wachsende Atomwaffenverbots-Gemeinschaft und merkt an, dass die Geschwindigkeit des Ratifizierungsprozesses vergleichbar ist mit dem ähnlicher Abkommen, wie beispielsweise dem Vertrag über Waffenhandel von 2013 (ATT) und dem Osloer Übereinkommen über Streumunition von 2008 (CCM).

„Es ist inspirierend zu sehen, wie verantwortungsbewusste Staaten sich gegen die flammende Rhetorik der Atomwaffenstaaten und die unbegrenzte Beibehaltung von Massenvernichtungswaffen wehren, indem sie den Atomwaffenverbotsvertrag ratifizieren.“ kommentiert ICANs Direktorin Beatrice Fihn. „Den Stimmen von ‚Fire and Fury‘ sollte nicht mit Schweigen begegnet werden. Alle Staaten sollten schnellstmöglich dem Verbotsabkommen beitreten.

Sobald der Atomwaffenverbotsvertrag von 50 Staaten ratifiziert wurde, wird er rechtsgültig in Kraft treten.