Kim Jong-un und Donald Trump messen ihre Kräfte – hier bei einer Demo in Berlin. Foto: Ralf Schlesener

Kim und Trump: „Potenzvergleiche Halbstarker“

Friedensnobelpreisträger besorgt über rhetorische Eskalation im Atomkonflikt

Die aktuellen Friedensnobelpreisträger der Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN kritisieren die erneute rhetorische Eskalation im Atomkonflikt zwischen USA und Nordkorea. Gestern hat US-Präsident Donald Trump getwittert, er habe „einen viel größeren Atomknopf“ als Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. Dazu erklärt Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland:

„Donald Trump und Kim Jong-un überbieten sich wie Halbstarke in Potenzvergleichen und bedrohen damit die ganze Welt. Solange Atomwaffen existieren, ist die gesamte Menschheit dieser Kraftmeierei unberechenbarer Staatenlenker ausgeliefert. Daher gehören diese Massenvernichtungswaffen verboten und abgeschafft. Nur so kann es Sicherheit geben.

Mehr als 120 Staaten haben das erkannt und im vergangenen Sommer ein internationales Atomwaffenverbot beschlossen. Leider boykottiert Deutschland dieses Abkommen bislang und stellt sich damit auf die Seite von Atomwaffenfans wie Trump und Kim. Die Zuspitzung im Nordkoreakonflikt sollte die Bundesregierung dazu bewegen, ihre Haltung zu korrigieren, den Verbotsvertrag zu unterschreiben und ein deutliches Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen.“