Stimmen aus dem Globalen Süden

ICAN-Publikation

Atomwaffen und nukleare Abrüstung

Atomwaffen sind keine Waffen der Vergangenheit. Sie beeinflussen die internationale  Politik auch heute, dabei besitzt nur eine Minderheit der Staatengemeinschaft diese verheerenden Massenvernichtungswaffen. Die Stimmen der vielen Staaten, die Atomwaffen ablehnen, werden in den Debatten zur Nuklearwaffenpolitik zu selten gehört. Von den Folgen eines Atomwaffeneinsatzes wären sie jedoch ebenso betroffen.

Im Prozess zum Atomwaffenverbotsvertrag, der 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und am 22. Januar 2021 in Kraft getreten ist, haben die atomwaffenfreien Staaten ihre Stimmen erstmals geeint erhoben. Der Vertrag ächtet Atomwaffen aufgrund ihrer katastrophalen humanitären Folgen. Er erkennt u.a. an, dass Gesellschaften aus dem Globalen Süden und insbesondere indigene Gruppen ungleich stärker unter dem zur Herstellung von Atomwaffen notwendigen Uranabbau litten und leiden und dass die Zerstörung der natürlichen Umwelt auch heute ein Hindernis für die weitere Entwicklung der Regionen darstellt. Mit den Stimmen der Autor*innen in diesem Heft wollen wir dazu beitragen, die Konfliktpotenziale, die noch
immer von Nuklearwaffen ausgehen, offenzulegen und die Debatte um Atomwaffen zu diversifizieren.

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