Überprüfungskonferenz des NVV

Am 27. April bis zum 22. Mai 2026 findet die nächste Überprüfungskonferenz der Vertragsstaaten zum Atomwaffensperrvertrag statt. 

Der Atomwaffensperrvertrag (englisch: Nuclear Non-Proliferation Treaty, NPT), der 1970 in Kraft trat, erkennt die Vereinigten Staaten, Russland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und China als die fünf offiziellen Atomwaffenstaaten an. Diese Staaten sind dazu verpflichtet, die nukleare Abrüstung aktiv voranzutreiben, während alle anderen Vertragsstaaten auf den Erwerb von Atomwaffen verzichten. Gleichzeitig dürfen sie nukleare Technologien ausschließlich für friedliche Zwecke verwenden.

Insgesamt haben 189 Staaten den Vertrag unterzeichnet und ratifiziert, einschließlich der fünf anerkannten Atomstaaten. Israel, Indien und Pakistan sind dem Vertrag nicht beigetreten und Nordkorea führte 2006 seinen ersten Atomwaffentest durch, nachdem es 2003 seinen Rückzug aus dem Vertrag erklärt hatte.

Seit dem Inkrafttreten des Vertrags im Jahr 1970 finden alle fünf Jahre Überprüfungskonferenzen statt, in denen die Umsetzung der Vertragsbestimmung bewertet wird. Ziel jeder Konferenz ist es, eine gemeinsame Abschlusserklärung zu verabschieden, die sowohl Bilanz über die bisherige Fortschritte zieht als auch Empfehlungen für weitere Maßnahmen zur Stärkung des Vertrages formuliert.

Die nächste Überprüfungskonferenz des NVV findet vom 27.April bis zum 22. Mai 2026 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City statt. Diese Konferenz bietet eine wichtige Gelegenheit, mit nahezu allen Regierungen in den Dialog zu treten, trotz der bestehenden Herausforderungen innerhalb des Vertragsregimes. Im Vorfeld der Konferenz werden wir weitere Informationen zu unseren geplanten Aktivitäten bereitstellen, darunter ein Briefing-Papier und weitere Gesprächspunkte. Unsere Partnerorganisation Reaching Critical Will übernimmt erneut die koordinierende Rolle der Zivilgesellschaft in den NVV-Konferenzen.