Verbot von Atomwaffen durchsetzen

Bundesweite Planungs- und Aktionskonferenz

Seit Januar 2017  steht die sogenannte Doomsday clock auf 2,5 Minuten vor Zwölf. Die Gefahr eines Atomkrieges ist so groß wie seit dem Koreakrieg in den 50er Jahren nicht mehr.

Aktuelle Krisenherde insbesondere um Nordkorea, aber auch zwischen den USA und dem Iran, um die Ukraine und Syrien verdeutlichen die Sorge vor einem auch atomaren Weltenbrand.

Kann sich die Friedenslogik für Dialog und Kooperation, Entspannung und Abrüstung durchsetzen?

Wie ermutigend ist dabei der Friedensnobelpreis, der am 10. Dezember an die International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) und damit alle knapp 500 Partnerorganisationen wie ICAN Deutschland und die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ für ihr Engagement für ein Atomwaffenverbot verliehen wird?

Das im Juli bei den Vereinten Nationen von 122 Staaten beschlossene Atomwaffenverbot, das seit dem 20. September zur Unterzeichnung ausliegt, wäre ohne deren Engagement nicht zustande gekommen. Bereits 53 Staaten haben diesen Vertrag unterzeichnet, 3 davon ratifiziert.

Gewürdigt werden mit dem Preis auch alle weiteren Aktiven, die sich für die vollständige Abrüstung von Atomwaffen engagieren!

Jetzt muss die (neue) Bundesregierung Farbe bekennen, dem Verbotsvertrag  von Atomwaffen beitreten und den Abzug der Atomwaffen aus Büchel auf den Weg bringen.

Wir sind gefordert. Mit welchen Aktivitäten entfalten wir einen breiten Druck auf die Politik?

Seit Bekanntgabe des Preises am 6. Oktober wurden bereits verschiedene Aktivitäten geplant: neue Unterschriftenaktion an die Bundesregierung „Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffen-Verbot!“, die Übergabe der 40.000 Unterschriften „Taten statt leerer Worte“, der bundesweite Aktionstag am 18. November incl. der Menschenkette zwischen der US-amerikanischen und nordkoreanischen Botschaft in Berlin, die Beteiligung an der Verleihung des Friedensnobelpreises bzw. den diversen Side-Events, sowie parallel zur Verleihung stattfindende lokale Veranstaltungen (Live-Streams, Parties) u.a. mit den Mayors for Peace mit außerordentlichen Flaggenhissungen.

Zu einer bundesweiten Konferenz am 27. Januar in Köln sind alle eingeladen, die unterschiedliche Aktionen im kommenden Jahr mitplanen und mit ihren eigenen kreativen Ideen anreichern wollen – alle interessierten Organisationen der Zivilgesellschaft, Friedensorganisationen und –gruppen, Jugendverbände und Gewerkschaften, Mayors for Peace und humanitären Organisationen.

Das Treffen dient dazu, bereits bestehende Ideen vorzustellen, auszutauschen und gemeinsam mit neuen Vorschlägen in Verbindung zu bringen.

Einladung und Programm herunterladen