Vortrag um 14 Uhr, Schloss; Ausstellungseröffnung um 18 Uhr, LWL-Landeshaus

Vortrag: Wie ICAN das Atomwaffenverbot realisierte

„Wie ICAN den Atomwaffenverbotsvertrag realisierte“
Vortrag von Felix Werdermann (ICAN) im Rahmen der Anti-Atomwaffen-Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen“
Freitag, 25.05., 14-16 Uhr im Hörsaal S1 im Schloss

Außerdem: Ausstellung vom 25.05.-08.06. im LWL-Landeshaus, Münster

15.000 Atomwaffen, von denen sich viele in ständiger Alarmbereitschaft befinden, bedrohen die gesamte Menschheit und alles Leben auf der Erde. In Zeiten zunehmender Konfrontationen und militärischer Auseinandersetzungen gibt das Anlass zu größter Sorge. „Es besteht die sehr reale Gefahr, dass wir in einen Nuklearkrieg hineinstolpern“, sagte kürzlich der ehemalige US-Verteidigungsminister William J. Perry.

ICAN (Internationale Kampagne zum Verbot von Atomwaffen) ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen aus etwa 100 verschiedenen Ländern und setzte sich zehn Jahre lang für ein vertragliches Verbot von Atomwaffen ein. Im Bemühen um ein Verbot von Nuklearwaffen, ist das Bündnis die führende Kraft in der Zivilgesellschaft.

Am 7. Juli 2017 konnte ein erster großer Erfolg verzeichnet werden. In den Vereinten Nationen wurde ein Abkommen zum Verbot von Atomwaffen von 122 Staaten angenommen. Der Vertrag verbietet Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren und zu besitzen. Außerdem sind auch die Weitergabe, die Lagerung und die Androhung eines Nuklearschlags verboten.

Am 20. September haben mehr als 50 Staaten begonnen den Vertrag zu unterzeichnen. Am 6. Oktober 2017 erhielt ICAN in Oslo den Friedensnobelpreis!

Würde die Bundesregierung den Verbotsvertrag unterzeichnen, müssten alle US-Atomwaffen aus Büchel an der Eifel abgezogen werden. Leider ist das nicht der Fall. Deutschland gehört neben den Atomwaffenstaaten und anderen Nato-Staaten zu den Ländern, die den Atomwaffenverbotsvertrag nicht unterstützen.

Das muss sich ändern, denn Konfliktlösungen und Sicherheit werden nicht durch Aufrüstung und Atomwaffen erreicht, sondern durch Dialog, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit. Eine breite Unterstützung für eine atomwaffenfreie Welt in der Zivilgesellschaft zu verstärken ist dafür dringend erforderlich.

Hinweis: Am 25. Mai wird um 18 Uhr im LWL-Landeshaus die Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen“ eröffnet. Sie ist bis zum 8. Juni zu sehen.

Veranstalter der Ausstellung:
Die Soka Gakkai International (SGI) ist eine buddhistische Gemeinschaft zur Förderung von Frieden, Kultur und Bildung, der 12 Millionen Menschen aus aller Welt angehören. Die SGI arbeitet mit einer Reihe zwischenstaatlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammen, um die öffentliche Bildung in den Bereichen Frieden, Abrüstung, Menschenrechte und Nachhaltigkeit zu fördern. Die SGI ist Mitglied der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), die 2017 den Friedensnobelpreis erhalten hat. www.sgi-d.org

Unterstützer der Ausstellung:
Oberbürgermeister Markus Lewe
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
IPPNW Germany– Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges
Bistum Münster
Evangelische Kirche Münster
Stadt Münster – Schulamt
Institut für Soziologie
Musikhochschule Münster
Cinema & Kurbelkiste Münster
Kulturquartier Münster