Originalbild: Fatima Spiecker

Patriarchat und internationale (Ab-)Rüstung

2019 kündigten die USA und Russland nacheinander den INF-Vertrag auf, und bekräftigen, von nun an wieder atomar aufzurüsten. Nur dadurch könne die gegnerische Seite abgeschreckt und ein Krieg vermieden werden. Wie zu Zeiten des Kalten Krieges wird auch jetzt nukleare Aufrüstung mit mehr Sicherheit gleichgesetzt, Abrüstung als schwach abgetan und die humanitären Konsequenzen von Atomwaffeneinsätzen ausgeblendet. Nachdem die atomare Bedrohung mehrere Jahre als gebannt galt, ist atomares Aufrüsten wieder Teil der Großmachtpolitik – mit katastrophalen Folgen für uns alle.

Referentin: Nina Bernarding, Geschäftsführerin des Centre for Feminist Foreign Policy, analysiert die dem Abrüstungsdiskurs zugrunde liegende geschlechterstereotypischen Vorstellungen und zeigt auf, wie internationale Sicherheitspolitik so gestaltet werden
kann, dass die Sicherheit aller gewährleistet wird.